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Gedankenkarussell

Photographer: Heino Goeppert

Hilflosigkeit macht sich breit. Angst, Angst vor dem Nichts und doch Angst vor dem großen Ganzen. Undefinierte Größen. Leere Worte, große Versprechen. Hoffnungen, nein Hoffnungsschimmer und doch letztendlich nur Enttäuschungen. Innere Leere und doch platzt mir gleich der Kopf. Gedankenzermürbende Stunden zeichnen meine Tage. Fülle meine innere Leere mit Nichtigkeiten und den doch so sinnlosen und unergreifenden Lebensgeschichten anderer Menschen, fremder Menschen. Nichtigkeiten. Menschen regen sich auf, sie regen sich gerne auf und doch bekommen sie ihre fetten Ärsche nicht hoch und bewegen sich erst recht nicht aus ihrer doch so heiß geliebten Comfort Zone. Blicke tagtäglich in gedankenversunkene oder seelenlose Gesichter. Ich denke zu viel und wünsche mir nichts mehr als endlich diesen elendigen Schädel ausstellen zu können. Migräne macht sich breit. Appetitlosigkeit, wochenlang. Mir wird schlecht, wenn ich nur an diesen, nie zu enden scheinenden Alltagstrott denke, welchen ich aktuell durchlebe und mir doch zuvor so sehr herbei sehnte. Wenn ich doch nur könnte, so wäre ich längst ausgebrochen, dem ganzen Wahnsinn entflohen.

Jeder redet keiner macht. Die „Big five for life“ sind doch auch nur eine Entschuldigung, eine Prokrastination vor dem Leben, welches doch so schön auf Instagram zelebriert wird. Alles ist herrlich schön und doch sitzen wir am Abend alle an unseren Fenstern, blicken in die Nacht und stellen uns die Frage, was genau uns zu dem Menschen machte, welcher wir doch nie geglaubt haben irgendeinmal zu sein. Die Frage nach dem Sinn des Lebens, die Frage nach der eigenen Bestimmung. Schließlich passiert ja doch alles aus einem Grund. EHFAR, ja draufgeschissen. Schicksal hin oder her. Wir müssen aufstehen und unser Leben in unsere eigenen Hände nehmen. Wir müssen das Leben greifen, Chancen ergeben sich nicht, nein, Chancen müssen ergriffen und erschaffen werden. Die Zeit rennt und ja, so dumm es doch klingen mag… Gehst du durch die eine Tür, so schließen sich all die anderen für beinahe immer, welche dir zuvor noch so viele Wege offen hielten …

Wir alle leben viel zu sehr in den, von uns selbst, erschaffenen Illusionen auf Besserung. Doch diese Besserung wird nicht aus dem Nichts kommen, gerade eben nicht darum, wenn wir nichts dafür tun, dass irgendetwas besser wird. Wenn wir Wochen,- Monate, Jahre damit verbringen uns in Selbstmitleid zu baden und uns im Schmerz vergangener Tage suhlen, so zieht das Leben an uns vorbei. Lasst uns das Leben zelebrieren. Lasst und Zeit effektiv und vor allem effizient nutzen. Zeit ist das kostbarste Gut, welches uns in diesem doch oftmals so  beschissenen zu sein scheinenden  Leben zur Verfügung steht und es steht und allen offen, wie und vor allem womit wir diese Zeit verbringen, wie wir sie nutzen, wie wir sie uns zu Nutzen machen.

Doch niemand wird uns je sagen, wozu wir bestimmt sind. Niemand wird uns die Aufgabe abnehmen und uns den Sinn unseres Seins verraten. Wir müssen uns austoben, Dinge probieren. Freude am Spaß und Spaß an der Freude finden. Oftmals leichter gesagt als getan, wenn der Gang unter die Dusche sich schon zur unbewältigbaren Lebensaufgabe herausstellt. Es ist ein elender Teufelskreis aus Sinnlosigkeiten und der Frage nach dem Sinnvollem. 


Das Haus verlassen bereitet dir Herzklopfen, deine Nackenhaare stellen sich auf und du weißt nicht, wie du den Tag durchstehen sollst. Magst keinen Menschen begegnen geschweige denn Unterhaltungen führen. Du bist es Leid diese gottverdammte scheiß Maske der Gesellschaftstauglichkeit aufzusetzen und mit dem doch so, zumindest für dich, unglaubwürdigen Lächeln durch die Welt zu gehen. Du kommt heim und ehe die Tür ins Schloss fällt, bist du zurück in deiner Bubble. Die Maske fällt und du bist wieder allein. Allein mit dir und den Gedanken die sich durch alle Windungen deines Hirns fressen. 

Laufen vor Problemen weg uns doch holen sie uns ein. Sie fliegen, rennen, schneller als du je könntest. Ein Verdrängen ist nur für kurze, doch unbestimmte Zeit möglich und fühlst du dich sicher so holen sie dich ein und erwischen dich härter und unverschorener als noch zuvor. Sie kriegen dich unter egal wo du bist, doch dich ihnen zu stellen ist für dich scheinbar unmöglich und wieder schließt sich der niemals endende Teufelskreis aus, welchem es aussichtslos scheint auszubrechen. 


Geben unsere tollsten und pikantesten Stories preis, doch tiefer graben sollte keiner. Wir Tümpel auf der Oberfläche entlang und doch die wenigsten trauen sich tiefer zu graben, Seltenst schafft es jemand dich aus der Reverse zu locken und du vertraust dich deinem Gegenüber an, nur um im Nachhinein feststellen zu müssen, dass dein Vertrauen, deine wundesten Punkte nur ein erneutes Mal gegen dich verwendet wurden. Dein Vertrauen zum wiederholten Mal schamlos ausgenutzt wurde, du dich ein weiteres Mal unnützer Weise verletzlich zeigtest. Du baust die Mauer um dich herum wieder auf, doch dieses Mal noch ein Stückchen höher, und beim Mal darauf höher und höher. Du verbunkerst dich und trägst dein Päckchen mit dir, dein immer schwerer werdendes Päckchen, du trägst es allein, du trägst die Last ganz allein. 


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Ps: Mir gehts gut. Ich mag diese Art des Schreibens unheimlich gern. Oftmals kam die Verwendung von Hyperbeln oder Übersetzungen im Allgemeinen zum Einsatz. Kein Grund zur Sorge. 

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