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Studium abgebrochen - Reaktionen




Hallöchen ihr Lieben, 

heute soll es um meine Entscheidung gehen das Studium hinter mich gelassen zu haben. Ein Studium abzubrechen ist definitiv keine Entscheidung die ich aus dem Bauch mir nichts dir nichts treffen konnte. Ich habe lange „einfach weitergemacht“. Monate lang habe ich in den Tag gelebt. Bin zu den wichtigsten Vorlesungen, Übungen und Tutorien gegangen. Hingegangen bin ich meistens auch wenn ich die jeweilige Veranstaltung frühzeitig verlassen habe. Fühlte mich gelangweilt oder überfordert. Mein Interesse hingegen konnte man nicht gewinnen.  Meine Konzentration war meinem Smartphone gewidmet. Immer wenn ich dies feststellte dachte ich mir, am Handy spielen kann ich ich zu Hause. Irgendwann bin ich lieber arbeiten gegangen als in der Uni zu sitzen. Dennoch habe ich zumindest noch nicht bewusst an einen Abbruch gedacht. Ich war unzufrieden aber auch diese Unzufriedenheit spielte sich irgendwo in meinem Unterbewusstsein ab. Ich war oft müde, schlapp und unausgeglichen doch dies schob ich der Arbeit, meinem nicht existenten Schlafrhythmus und meiner unregelmäßigen Ernährung in die Schuhe. Eines Tages irgendwann Mitte Dezember letzten Jahres brach in in Anwesenheit meines damaligen Freundes ein wenig in Tränen  aus und die Worte und Gedanken sprudelten nur so aus mir heraus. Ich machte meinen unterbewussten Gedanken Luft und machte greifbar, was mich so lange belastete ohne dass ich es selbst so direkt wusste. Das Gefühl, dass dich etwas erdrückt du aber nicht weißt, was es ist, finde ich persönlich am grausamsten. Ich sprach also darüber, dass mich das Studium nicht erfüllte, dass ich das Gefühl habe nicht den richtigen Weg eingeschlagen zu haben. Er der einen scheinbar perfekten Lebenslauf vorzuzeigen hat gab mir den Denkanstoß auf mein Herz zu hören, nichts auf die Meinung der anderen zu geben und meinen Weg einzuschlagen. Ich solle das machen worauf ich wirklich Lust hätte. Ich bekam gesagt, dass man wohl längst gemerkt hätte, dass mich das Studium unglücklich macht, er mich darauf jedoch nicht ansprechen wollte, da ich selbst darauf kommen sollte. Dafür bin ich ihm trotz allem ein stückweit dankbar. 


Es muss der zweite Weihnachtsfeiertag gewesen sein, als ich meine Eltern bat sich ein paar Minuten für mich Zeit zu nehmen und sich zu setzen. Ich versuchte so gut es geht meinen Standpunkt niederzulegen und ihnen mitzuteilen, dass das Studium nichts für mich ist, dass es mich schlichtweg einfach nicht glücklich macht. Anfangs waren sie verblüfft, überfordert mit dieser riesen Neuigkeit und für ein paar Stunden ziemlich in sich gekehrt. Vorerst nahmen sie die Entscheidung also hin. Vorerst. Es dauerte keine drei Sunden. Meine Mama war stinksauer und mein Vater verstand die Welt nicht mehr. Meine Neuigkeit wurde also verdaut. Ich durfte mir einige Vorwürfe anhören. Ich hätte mein Versprechen gebrochen undsoweiterundsofort. Ich erklärte meinen Standpunkt erneut versicherte ihnen nun nicht ein dreiviertel Jahr auf der faulen Haut zu liegen und so viel arbeiten zu gehen wie möglich. Zudem versicherte ich ihnen ich würde definitiv 2018 noch ein Studium oder eine Ausbildung beginnen.

Meine Freunde nahmen das ganze recht entspannt. Fragten mich, ob ich es als Zeitverschwendung betrachten würde, was in mir ein unheimlich schlechtes Gefühl entfachen ließ. Meine Kollegen sahen es entspannt und berichteten von ähnlichen Erfahrungen und dass das wohl ganz normal sei. Einige belächelten meine Entscheidung und warfen mit Sprüchen wie „typisch BWL“ um sich. Meine übrige Familie fand meine Entscheidung okay und befasste sich weniger intensiv mit der Thematik als meine Eltern. 

Es verstrichen eine Wochen und meine Eltern waren ebenfalls okay mit dieser Entscheidung. Es schien, als bemerkten sie wie ich immer und immer mehr aufblühte, seit ich nicht mehr diesen Zwang in mir hatte in die Uni zugehen, welche mir  eigentlich gar nicht gut tat. 



So jetzt meine Frage an euch. Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht oder spiet ihr selbst mit dem Gedanken  die Uni abzubrechen oder einen Studienwechsel vorzunehmen? Lasst es mich doch liebend gern in den Kommentaren wissen. Ich würde mich sehr über den Austausch mit euch freuen!

Australien - Wieso Weshalb Warum





Hallo meine Lieben, 

im heutigen Post möchte ich euch Rede und Antwort stehen, wie ich mich dazu entschlossen habe mein Leben hinter mich zu lassen. 

Gern würde ich ganz am Anfang beginnen, doch so recht weiß ich gar nicht wo dieser war. Ich erinnere mich daran zurück bereits als Kind wahnsinnig begeistert von der Erde und seinen Bewohnern gewesen zu sein. Ich verschlang ein Lexikon nach dem anderen und wollte schon immer die ganze Welt sehen. Fernweh war mein ständiger Begleiter. 

Reisen in ferne Länder war mir in meiner Kindheit jedoch nie möglich. Meine Mama hatte Imme große Angst vor dem Fliegen, so dass Urlaube in Deutschland und Österreich zelebriert wurden. Dies soll auf keinen Fall eine Beschwerde sein, um Gotteswillen. Deutschland und auch Österreich sind wunderschön und kann ich jedem nur an das Herz legen. Dennoch träumte ich immer von fernen Ländern, Kulturen und der Speisen und Traditionen. 


Während meiner Kindheit interessierte ich mich besonders stark für das alte Ägypten und die Pyramiden und Pharaonen, so dass ich sogar Forscherin werden wollte. Ich las ein Buch nach dem anderen und sog all das bis dato existierende Wissen über die Geschichte in mich auf. 

In der siebten oder achten Klasse schwärmte meine damalige Englischlehrerin von ihrer Reise zum Grand Canyon und ich war hin und weg. Sie konnte mich mit den Bildern und Prospekten so faszinieren, dass ich zum ersten Mal wirklich den greifbaren Wunsch hatte unbedingt dorthin zu müssen. Dieses Naturbild begeisterte mich so unglaublich und ich war sprachlos. 


Es muss ungefähr zu dieser Zeit gewesen sein, als ich die Serie H2O Plötzliche Meerjungfrau schaute und die Filmkulissen mich zum träumen einluden. Drehort Australien. Ich war begeistert. Setzte mir fest in den Kopf eines Tages unbedingt dorthin zu müssen. 


Serien wie „Goodbye Deutschland“ manifestierten den Wunsch des Reisens umso mehr. Ich sah, dass es möglich war auch mit kleinem Budget. 

In meiner Schule und im Bekanntenkreis bemerkte ich, dass immer mehr ein Auslandsschuljahr unternahmen. Ein Jahr Amerika. Unglaublich teuer und nicht stämmbar war mein Gedanke. Ich war traurig. Au Pair kam für mich nicht in Frage, der Gedanke an kleine Kinder war purer Horror für mich. Work&Travel klang da schon so viel besser für mich. Ich setzte mir also in den Kopf ein Jahr Work&Travek machen zu wollen. Ich, 16 Jahre und voller Wille erzählte meiner Familie davon. Alle sahen mich an und belächelten mein Vorhaben. Ich war fix und fertig. Ich fühlte mich nicht ernst genommen und am Boden zerstört. Meine Familie, die mir doch den Rücken stärken sollte, nahm mich nicht ernst. Ich dachte ich sei zu schwach. Redete mir ein ich könne es nicht schaffen, wenn nicht einmal meine Familie an mich glaubt. Ich stellte meine Träume hinten an. Hatte ja kein Budget, dachte ich, und außerdem einen Freund. 




Die Jahre vergingen. Ich absolvierte mein Abitur und entschied mich für das BWL Studium. Die ersten beiden Semester verliefen ganz gut, doch bemerkte ich dass mich alles mehr interessierte als das Studium an sich, Meine Nebenjobs waren mir wichtiger als jegliche Vorlesungen und die Unzufriedenheit verstärkte sich von Tag zu Tag. Ich weinte viel und wusste nicht wohin mit mir. Entschied mich „schweren Herzens“ das Studium abzubrechen, da es für mich keinen Sinn machte in einem Studiengang festzustecken ohne Freude daran zu haben oder eine Zukunft darin zu sehen. Zu diesem Zeitpunkt war ich unglücklicher denn je .. 2017 war eine Katastrophe ich verlor meinen Opa und meine Katze. Steckte in eine toxischen Beziehung fest und mein ganzes Leben brach in sich zusammen. Ich fühlte mich verloren und einsam und im Nachhinein würde ich sagen, grenze mein Verhalten an eine depressive Phase. Sah keinen Sinn mehr in Allem. Arbeitet mich beinahe tot um überhaupt etwas zu machen. Ich funktionierte aber lebte nicht mehr.

Eines Tages - es war als durchfuhr mich ein Gedankenblitz - googelte ich nach Möglichkeiten und Organisationen für ein Work&Travel - ich recherchierte unheimlich viel und bestellte sogar ein paar Broschüren um mich noch besser informieren zu können.
Chile klang unheimlich toll und war klang für mich nach einem wirklich großen Abenteuer. Schnell stellte ich jedoch fest, dass ich ja gar kein Spanisch spreche .. So fiel dieses Land schnell weg, denn klar könnte man es vor Ort lernen, doch für so lange Zeit in ein Land zu reisen ohne nur ein Wort der Sprache zu sprechen, war mir etwas zu heikel. Ich wollte weit weg, das war meine Intension, so dass ich mich sehr schnell für Australien entschied. Australien hat so viel zu bieten. Hier sind so viele Klimazonen vertreten und man kann Stadt sowie Land erkunden, was mich so unglaublich reizt. 

 Der Wille und die Kraft kamen zurück. Ichs setzte mir in den Kopf endlich meinen Wunsch/meinen Lebenstraum in die Tat umzusetzen. Ich hatte genug Zeit „vergeudet“ und genug Chancen vertan, würde ich es jetzt nicht endlich angehen, dann wohl nie. Nichts ist für mich schlimmer als der Gedanke daran später zu sagen „warum habe ich denn nicht..“ oder „hätte ich man doch ..“.



Was mir auf dem Weg dorthin half waren unglaublich viele tolle Blogs und YouTube Channel, welche von ihrer Reise und der Reise zu sich selbst berichteten. Tipps und Gedankenstützen teilten und mir einfach Kraft gaben.  Solltet ihr Interesse an Empfehlungen diesbezüglich haben, dann lasst es mich doch sehr gern wissen.