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AUF WOLKE 180 -Ein neues Kapitel im Leben aufschlagen ..




Hallo meine Lieben,

im heutigen Post möchte ich und die liebe Caro unserem neuen Projekt Leben einhauchen.  Worum es sich bei ‘Auf Wolke 180’ handelt erfahrt ihr hier. Caro hat sich die Mühe gemacht und für euch einen ausführlichen Bericht zu unserem Projekt abgetippt.


Im heutigen Thema geht es darum im Leben ein neues Kapitel aufzuschlagen, eine alte Tür zu schließen und im gleichen Zuge eine Neue zu öffnen. Es geht darum sich neu zu orientieren, sich zu finden und einen weiteren  Schritt in die Zukunft zu beschreiten. So ging es mir in den letzten zwei Monaten.




Im Mai habe ich erfolgreich mein Abitur absolviert. Die darauffolgenden Monate verliefen mal ruhig, mal holprig und im großen und ganzen doch ganz entspannt. Doch ich musste mir klar werden was ich möchte, musste mich sammeln und letztendlich finden. Manchmal ist das schwerer als man anfangs denken mag .. Ich beschloss den Schritt zu gehen, welchen ich mir seit der Kindheit erträumt hatte .. Die Rede ist vom Antritt des Studiums. Als meine Schwester 14 Jahre zuvor ihr Abitur absolvierte und sich gegen ein Studium entschied war ich mir bereits im Klaren ihr nicht nach zu ahmen. Ich war bereits am ersten Tag in der ersten Klasse fest entschlossen später einmal zu studieren. Als ich dann nach der achten Klasse die Schulform wechselte und eine Sekundarschule besuchte dachte ich das mein Ziel zum Scheitern verurteilt werden sollte, doch dem war nicht so.  Ich habe meinen erweiterten Realschulabschluss bekommen und anschießend das Fachgymnasium besucht. Zwischenzeitlich gerieten  meine Pläne ins wanken. Unsicherheit plagte mich, doch ich denke, dass ist ganz normal in der Phase der Selbstfindung. Es ist meiner Meinung nach sehr wichtig die Chancen und Möglichkeiten, welche einem das Leben zu bieten hat abzuwägen und für sich das passende zu wählen. Ob ich das für mich Richtige wählte ist die entscheidende Frage, welche es heißt in der nächsten Zeit, den nächsten Wochen bzw. Monaten zu klären.. 


Als die Sommerferien für die Meisten bereits geendet hatten, begann ich die Suche. Die Suche nach meiner ersten eigenen Wohnung. Zugegebenermaßen geriet ich an meine Grenzen und war an manchen Tagen ganz schön verzweifelt. An diesen Tagen verdonnerte und verfluchte ich das für mich in diesen Momenten elendige Erwachsenwerden. In genau solchen Momenten war ich herzlich froh den Beistand von Familie und Freunden genießen zu können. Die Menschen in deren Gegenwart ich mich aufgefangen fühle und welche sich so manch Ärger und Frust von mir anhören lassen durften..

Nach der ein oder anderen Wohnungsbesichtigung war dann endlich das Richtige für mich dabei. Doch damit fing das Desaster erst richtig an. So richtig wollte es nicht klappen. Die Zeit verstrich und so es tat sich  wirklich nicht fiel. Der Umzug lief schleppend. Hier eine Baustelle, dort ein Antrag der noch fehlte .. Hier eine Schlüsselübergabe, dann der wochenlange Dauerregen. Es war als läge eine Riesen große schwarze Wolke über dem Vorhaben das Nest endlich zu verlassen und in die große weite Welt auszufliegen ..


Erst letzten Freitag wurden meine Möbel endlich in die neue Wohnung gebracht. Die ersten Kisten rübergefahren und erst gestern ging der Möbelaufbau los. Endlich habe ich Internet in meinem kleinen Heim und erst jetzt fühlt es sich ein wenig heimisch an. Es ist ein großer Schritt und so manches Mal werde ich ein wenig sentimental und blase Trübsal, wenn ich bedenke das Hotel Mama zu verlassen. Schon mit 16 fieberte ich diesem Moment entgegen plante die Gestaltung und Dekoration meiner ersten kleinen Wohnung im Hinterstübchen und nun jetzt wo es soweit ist, ist es so als käme alles Knall auf Fall. Es sei ich unvorbereitet, obwohl ich doch so lange alles so ausführlich bis in das kleinste Detail plante. Es ist als wäre alles noch so in angreifbarer Ferne gewesen, so un-greifbar und nun so real. 

Die Wohnung hatte ich also. Doch damit war der ganze Prozess, in einem neuen Lebensabschnitt zu starten, längst nicht beendet. Der Beginn des Studiums kündigte sich so allmählich an, immer mehr Informationen wurden mir auf dem Postweg oder per Mail übermittelt und somit stieg auch die Vorfreude. Doch nicht nur Vorfreude war es die ich bei dem Gedanken an den Beginn des Studiums verspürte. Mir war teilweise unwohl zu mute, ich wusste nicht recht auf was ich mich einlasen würde. Mir stellten sich so viele Fragen, die es hieß zu beantworten. 

Die Nächte vor dem Beginn waren nervenraubend, ich malte mir so viele Szenarien aus, positiv wie negativ. Ich freute mich, ja, doch wusste nicht ob es richtig war sich zu freuen, falls du mich irgendwie nachvollziehen kannst. 


Das Studium begann und alles kam anders, als zuvor ausgemalt. Nichts war so schlimm, wie man vorerst dachte. Am ersten Tag lief alles einwandfrei, ich fand mich in den Hörsaal und kam sicher wieder zu Hause an, haha. Die Menschen sind wahnsinnig nett und schnell fand man Gleichgesinnte, oder eben Personen mit denen man gern Zeit verbringt. Schnell fanden sich Grüppchen und vereinbarte bereits am ersten Tag neue Treffpunkte und ging gemeinsam zur Mensa. Ich bin noch immer positiv überrascht. Alles geschieht so schnell, kontrolliert unkontrolliert aber irgendwie doch nach Plan.


Man lebt sich schneller in das Studentenleben ein, als ich zuvor annahm. Auch wenn das Zusammenstellen des eigenen Stundenplans, die wohl schwerste zu bewältigende Herausforderung darstellt, kommt man auch damit am Ende zurecht und wenn nicht findet sich immer jemand der einem unter die Arme greift. Die Uni unterscheidet sich grundlegend von der Schule, wie ich finde. Nicht nur die Menschen sind freundlicher, offener und charakterstark auch die Flexibilität die sich einem bietet ist ein gravierender Unterschied. Manchmal bin ich damit schon ein wenig überfordert. Die Schranken die einem über die Jahre auferlegt worden können nun über Bord geworfen werden, doch sollte diese Freiheit ebenso mit Vorsicht genossen werden..


Ich bin optimistischer Aussichten was das Studium anbelangt. In meine Wohnung bin ich bis zum Wochenende vollständig eingezogen und dann kann das Studentleben so richtig losgehen. Ich muss nicht weiterhin sagen, dass ich nicht mit in die ein oder andere Kneipe gehen kann, da ich ja mit dem Auto unterwegs bin etc. All das hat ein Ende und somit wird es mir noch einmal ungemein leichter fallen neue Bekanntschaften zu knüpfen, aber eben auch effektiver für das Studium zu lernen. Gleichermaßen schaffe ich es so aber auch produktiver zu arbeiten und mir meine Zeit noch besser einzuteilen.

Alles in allem bin ich momentan wirklich zufrieden. Ich freue mich riesig auf die erste eigene Wohnung. Freue mich auf die Zeit die kommen wird und werde immer mehr Stück für Stück eine bessere Version meiner selbst. 

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