Powered by Blogger.

“Fashion is what you adopt when you don't know who you are.”Quentin Crisp











Hallo meine Lieben!

Heute möchte ich euch wieder einmal ein neues Outfit zeigen.
Aber nicht nur das Outfit soll im Vordergrund stehen sondern eben auch ein paar Gedanken zur Mode. Was macht Mode aus, was bewegt uns dazu sie zu tragen und wie entscheiden wir was wir tragen.. 

Ich möchte ein wenig in der Vergangenheit graben und ein wenig von mir erzählen und eben wie es dazu kam, dass ich trage was ihr stets zu sehen bekommt.


Alles fing so ungefähr in einem Alter von 10 / 11 Jahren an ich habe mir gern die Bravo & Bravo  Girl am Kiosk um die Ecke gekauft und bekam zum ersten Mal gesagt was im Trend lag und was nicht. Ihr kennt doch sicher alle diese TOP und FLOP Auflistungen... Nach und nach fing ich an mich mehr und mehr dafür zu interessieren und die kleine Laura wollte nicht mehr das tragen was ihr Mutter toll fand und für sie aussuchte.. Immer öfter wollte ich mit fahren wenn es zum Shoppen ging und nicht zu Hause auf meine Schwestern warten.. H&M fand ich damals klasse, doch wurde von meinen Mitschülern verachten angeschaut, als ich diese H&M Kleidung trug. 


Mit 13 Jahren ungefähr fand ich Schwarz richtig super und auch mit der Schminke probierte ich  mich aus. Schnell wurde ich als 'Emo' abgestempelt und fand dies zur damaligen Zeit sogar richtig cool. Die Haare wurden wild toupiert und die Augen kräftig schwarz umrandet. Mein Puder mit einer stets und ständig kräftig eingetunkten Quaste hatte ich beinahe immer in der Han um nachzutragen. Schwarz dominierte in meinen Outfits und neon Accessoires fand ich klasse.

Mit 14 / 15 dann wollte ich mich umorientieren, fand andere Kleidung klasse. Eine riesige H&M Bestellung wurde getätigt. Einen Tag nach dem diese bei mir ankam freute ich mich die neuen Stücke auszuführen und doch war mir mulmig in der Bauchgegend zu mute. Mit Grund, wie sich später herausstellte .. Ich wurde ziemlich blöd angemacht, denn einige Mädchen in meiner früheren Klasse fühlten sich wohl davon angegriffen und nachgeahmt. Daraus machte ich mir anfangs nichts, doch die Lage spitze sich zu und es gab die eine oder andere Zickerei. 



Ich änderte dennoch nichts daran, nicht mehr als schwarzes Wesen durch die Schulflure zu spazieren. Ich experimentierte und probierte.. Ich trug die wildesten Kombination und war partout nicht stilsicher und möchte mich auch heute nicht als solches abstempeln. Zudem kam natürlich das knappe Budget eines Schülers. 50€ hatte ich also im Monat zur Verfügung mir eine komplett neue Garderobe zusammen zu stellen. Für den ein oder anderen klingt das natürlich viel und das ist es auch. Ich bin noch heute meinen Eltern dafür wahnsinnig dankbar, denn mir ist natürlich bewusst, dass diesen Luxus nicht jeder Schüler genießen kann. Dieses Budget hatte/ hab ich zur freien Verfügung, denn ja auch noch heute bekomme ich dieses Geld monatlich von meinen Eltern, da ich noch immer zur Schule gehe und kein eigenes Einkommen nachweisen kann. Aber nichts desto trotz. Eine komplette neue Garderobe musste im Prinzip her und ich wusste mir zur damaligen zeit nicht anders zu helfen als das Ganze so schnell wie möglich anzugehen.. Aus diesem Grund stoppte ich im Sale. Meist so viele Dinge wie möglich zum möglichst kleinen Preis auf Teufel komm raus. Ihr könnt sicher ahnen, was dabei heraus kam. Kleidung die nichts wert war. Entweder die Qualität war miserable. Die Teile entsprachen gar nicht meinen Typ, es waren Fehlkäufe oder sie passten schlichtweg gar nicht zu den übrigen Teilen.

Im Laufe der kommenden Jahre kaufte ich also immer und immer mehr Kleidung und dementsprechend viel häufte sich an. Dies verschlimmerte sich natürlich zunehmend als ich Kleiderkreisel für mich entdeckte. Super tolle, günstige Kleidung. YEAH! Ja, die man nicht einmal anprobieren kann. 'Geil'. Das Resultat des ganzen waren drei Kleiderschränke, eine übervolle Kleiderstange + eine Kommode. So konnte und durfte es nicht weitergehen..




Vor knapp 2 - 2 1/2 Jahren begann ich dann rasant viele Kleidungsstücke auf Kleiderkreisel einstellen und die Sachen gingen weg wie 'warme Semmeln' ich freute mich und hatte einen guten neben Verdienst. Das Problem an der Sache war nur, anstelle das Geld anzulegen und zu Sparen - machte ich den gleichen Fehler wie zu vor und die nächsten Fehlkäufe zogen in meinen Kleiderschrank.

Vor einem guten Jahr habe ich die Reißleine gezogen. Verkauft, Verkauft, Verkauft. Zwei Kleiderschränke sind mittlerweile auf dem Sperrmüll. Mein dritter Kleiderschrank ist nur  noch sporadisch mit Jacken und Jeans gefüllt. Meine Kleiderstange ist mehr als übersichtlich und ich bin nicht mehr weit von einer Capsule Wardrobe entfernt.

Wie ich das geschafft habe? Mit ganz viel Disziplin. Ich habe vor jedem Neukauf die verschiedensten Fragen für mich geklärt. Eine davon zB ist, ob sich das teil mit meinen übrigen Kleidungstücken kombinieren lässt. Außerdem habe ich kaum noch Farbe im Schrank, denn ich weiß ich würde mich damit ohnehin nur verkleidet fühlen ..





Mittlerweile bin ich glücklicher und zufriedener als je zuvor und kann stolz von mir behaupten meinen Stil gefunden zu haben, ich renne nun nicht mehr jedem Trend hinterher und kaufe auch nicht mehr unkontrolliert ein. Ich habe ein gesundes, für mich normales Kaufverhalten entwickelt und bin mit mir selbst viel mehr im Reinen als noch vor einigen Monaten.

Falls ihr möchtet, kann ich dazu aber gern noch einen gesonderten Post verfassen und euch ein paar Tipps mit auf den Weg geben?



Im Outfit trage ich:

Hut - H&M
Blazer - H&M
Shirt - Urban Outfitters
Jogger - H&M
Schuhe - Adidas Stan Smith
Uhr - Marc by Marc Jacobs


Ich freue mich schon sehr auf euer Feedback in den Kommentaren.
Habt ihr früher die gleichen Fehler begangen oder wart ihr etwas schlauer als ich? :)

xx, Laura :*

Kommentare

  1. tolle "zeitreise" mit dir :) ganz liebe grüße und nur das beste, feli von https://fckeduptwenties.wordpress.com

    AntwortenLöschen
  2. Mein Schrank ist voller Einzelstücke und Fehlkäufe aber seit einem halben Jahr hab ich mir keine neuen Klamotten gekauft..ich will alles auftragen oder zumindest einmal tragen.
    Ich bin wirklich ein shopaholic

    AntwortenLöschen
  3. Ich fand deinen Bericht sehr interessan tund würde sehr gerne etwas über Capsule Kleidung und Ideen dazu erfahren, den Post würde ich definitiv lesen! :-*
    ganz liebe Grüße
    Melanie / www.inblushandblack.blogspot.de

    AntwortenLöschen
  4. Ich bewundere es sehr, wenn man sich nur auf eine kleine Auswahl an Kleidungsstücken beschränken kann. Ich bin auch gerade dabei, einige Dinge zu verkaufen - könnte meinen Bestand an Kleidung aber wohl nie so drastisch reduzieren.
    Liebe Grüße ♡ Kristina
    TheKontemporary

    AntwortenLöschen
  5. Toller Post super interessant zu sehen, wie dein Style sich entwickelt hat.
    Aber als EM kann ich mir dich gar nicht vorstellen ;)
    Und 3 Kleiderschränke. Unglaublich. Eigentlich ein Mädchentraum.
    P.S. ich liebe deine Hose, so eine brauch ich auch unbedingt noch.

    AntwortenLöschen
  6. Ohh nein!
    Da hab ich glatt die lieben Grüße vergessen.

    Also alles Liebe
    Hannah

    AntwortenLöschen
  7. ich liebe das outfit mit dem braunen mantel!!

    AntwortenLöschen
  8. I was always controlled and never buy on impulse , I am happy because use what I like and do not follow the trends very 'm very basic .
    Kisses❤
    Abrir Janela

    AntwortenLöschen
  9. ein tolles outfit :)
    und interessanter werdegang von deinem geschmack etc! mich würde auch etwas über Capsule Kleidung interessieren :)

    AntwortenLöschen
  10. Mega schöne Outfits! Am meisten gefällt mir der braune Mantel :)
    Liebe Grüße <3

    AntwortenLöschen

Konstruktive Kritik, sowie Lob und Verbesserungsvorschläge sind gern erwünscht. Beleidigungen werden jedoch gelöscht.